Unsere Hystorie - Die Geschichte des Pickerts

Es war einmal, vor langer Zeit, zwischen Teutoburger Wald, Eggegebirge und Lipperland eine große Familie mit vielen hungrigen Kindern, Oma und Opa, Mutter und Vater. Sie lebten in einem kleinen Kötterhaus, auf einem großen Hof. Das Häuschen teilten sie noch mit 2 Ziegen und einem Schwein, die vorn in der Diele links, ihren Verschlag hatten. Sie waren so arm, daß der Vater jedes Jahr im Frühjahr loszog um bis zum Wintereinbruch, in Holland, Ziegel zu brennen. Die Mutter kümmerte sich um die Kinder, Haus und Garten, denn zu dem Kötterhäuschen gehörten auch 1 Morgen Land (2500 qm). Alle Kinder mußten helfen, auch Oma und Opa. Die Kleinsten mußten nach der Schule die Ziegen hüten, die Größeren Klee und Gras mähen, für die Heuernte. Oma hackte das Gemüse. Opa schnitt Birken- und Weidenreisig um im Winter Besen zu Binden. Die tägliche Suppe mußte gekocht werden und die sollte auch mindestens 2 Tage reichen. Mutter verdiente sich ein kleines Zubrot als Tagelöhnerin und hackte Runkeln, grub im Herbst Zuckerrüben aus und sammelte Kartoffeln. Abends, bei Kerzenlicht wurde Leinen gewebt, für die Leineweber-Kaufleute aus Bielefeld.
Doch jede Woche, Samstagsnachmittags, wurden alle für ihre Mühsal und Entbehrungen belohnt, mit einem neuen, von der Mutter erfundenen, leckeren Essen.

 

Und das ging so:

2 Schüppen Buchweizenmehl,
10 dicke Kartoffeln
1 walnußgroßes Stück Geest (Hefe)
etwas Salz (damals teuer)
8 Eier
Ziegenmilch, soviel bis der Teig schwerreißend vom Holzlöffel fällt Kartoffeln reiben, alles verrühren, ordentlich mit der Hand im Brottrog schlagen. Dann wird die Ofenplatte mit einer Speckschwarte eingerieben und der Teig darauf fingerdick verteilt. Zum Umdrehen nimmt man ein flaches Holzbrett, das unter den Teig geschoben wird, denn er pickt fest, (plattdeutsch für kleben, daher das Wort „Pickert“).

Das Haus duftete nach „Pickert“, dann brauchte man nicht rufen. Alle waren da und warteten und auch die Nachbarn kamen. Sie aßen ihn mit Ziegenbutter und selbstgekochten Zuckerrübensirup. Wurde im Winter das Schwein geschlachtet, gab es auch Leberwurst dazu. Viele Gedichte wurden dem „Pickert“ gewidmet und auch mit Liedern besungen.

„Pickert“, dieses lockere leckere Gebäck entsprach im vollen Umfang dem Geschmack der Ostwestfalen erfolgreich bis heute. Schnell wurde das Rezept weitergegeben. Ostwestfalen ist Pickertland. Ein Rezept, aus der Not heraus geboren, von der notleidenden weiblichen Landbevölkerung kreiert, mit Zutaten aus Stall und Garten = das ist unser PICKERT, nichts macht zufriedener.
Er erfreut sich ununterbrochenem Zuspruch und erlebt heute seine Renaissance.

Denn wieder hat eine findige Bäuerin -Annette Diekmann-, auch aus der Not heraus, den Pickert als Backmischung erfunden. Sie hat jahrelang daran getüftelt, die richtige Zusammensetzung zu finden, mit den gleichen natürlichen Zutaten, um genau das gleiche Ergebnis zu bekommen wie die überlieferte, ursprüngliche Rezeptur.
Es ist ihr gelungen.

 

Jetzt kann der Pickert auch in der globalisierten Welt seinen Siegeszug über die Grenzen Ostwestfalens, rund um den Globus antreten.

♥ Taste me! ♥ Eat me! ♥ Love me!

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